Kanzlei

Das Notariat

 

In unserem Bereich Nordrhein-Westfalens besteht das sog. Anwaltsnotariat, d.h. die hier bestellten Notare sind immer auch Rechtsanwälte. In anderen Regionen Deutschlands gilt das sog. Nurnotariat, d.h. in diesen Bereichen sind die Notare nicht zugleich Rechtsanwälte.

Während es die Aufgabe eines Rechtsanwaltes ist, im Rahmen des jeweils erteilten Mandats einseitig die Interessen seines Mandanten zu vertreten, ist der Notar Träger eines öffentlichen Amtes. Im Rahmen der ihm vom Gesetzgeber zugewiesenen Aufgaben ist er zur Neutralität verpflichtet, d.h. dazu, unter Beachtung der Interessen aller Beteiligten an einer ausgewogenen und natürlich rechtlich korrekten Gestaltung von Verträgen oder anderen Urkunden mitzuwirken.

Die gesetzlichen Regelung, dass einzelne Rechtsgeschäfte wirksam nur durch notarielle Beurkundung oder Beglaubigung vor einem Notar vorgenommen werden können, will sicherstellen, dass die Beteiligten bei diesen Angelegenheiten, die in der Regel von erheblicher rechtlicher und wirtschaftlicher Bedeutung sind, vor Übereilung geschützt werden, sachgerecht beraten werden und der Wille der Beteiligten in die juristisch korrekte Form gebracht wird.

Typische Rechtsgeschäfte dieser Art sind Kauf- und Schenkungsverträge über bebaute und unbebaute Grundstücke, Eigentumswohnungen, Bauträgerverträge, Erbbaurechtsverträge, Grundschuldbestellungen, Gründung von Gesellschaften, Übertragung von GmbH-Gesellschaftsanteilen, Testamente und Erbverträge u.a.

Weitere Einzelheiten über Art und Inhalt der notariellen Tätigkeit finden Sie unter der Rubrik "Informationsmaterial".